Bei uns zu Hause Rasseinformation
Geschichte
Unsere Hunde
Fotoalbum
Rassestand
Wissenswertes
Blickpunkt CC
Welpen
Links
E-Mail

  Informationen über die Rasse Cane CorsoStartseite  
     
  Glaubt man den Darstellungen der Historiker, hat der Cane Corso seine Wurzeln in der Antike. Sein direkter Vorfahre ist warscheinlich der "Canis Pugnacis", der alte römische Molosser, aus dem die Rassen Mastino Nepoletano und Cane Corso hervorgegangen sein könnten. Eingesetzt wurde er in der Antike bei der Jagd auf wilde Tiere und als Kriegsgefährte. Der mittelalterliche Saupacker war besonders bei der Wildschweinjagd geschätzt. Später war er Beschützer von Besitz, Vieh und Mensch. Das Viehtreiben war eine seiner wichtigsten Aufgaben. Aus dieser Zeit stammt sicher auch die mitunter verwendete Bezeichnung - Italienische Dogge. Zahlreiche Abbildungen und historische Schriften bestätigten, dass diese Rasse früher in ganz Italien verbreitet war. In der Vergangenheit hat man sich besonders im Süden Italiens um die Erhaltung dieser alten Rasse bemüht. Momentan befinden sich die Zuchten mit dem größten Rassepotential in der Mitte Italiens.Gegenwärtig kann man davon ausgehen, dass mit der FCI - Anerkennung von 1996 der Cane Corso auf einen guten Fundament steht. Betrachtet man diese Rasse aber genauer, stellt man fest, dass die kurze Zeit von 25 Jahren Zucht, das Erscheinungsbild geprägt hat. Viele unterschiedliche Typen bestimmen das Bild. Mit jährlich etwa 2500 Welpeneintragungen in Italien erlebte die Rasse einen beeindruckenden Boom. Zur Zeit ist es etwas ruhiger um den Cane Corso geworden. Die vielen Züchter, die das schnelle Geld machen wollten, sind teilweise wieder verschwunden und Angebot und Nachfrage befinden sich im Gleichgewicht.Wie sich das Anfang 2007 in Italien erlassene Kupierverbot ( Ohren und Schwanz ) auf die Rasse auswirken wird, bleibt abzuwarten und hängt sicher auch von der ENCI , dem italienischen Verband ab.

In Sachen HD-Kontrolle befindet man sich in Italien noch am Anfang. In den letzten Jahren hat es bei einigen nahmhaften CC - Züchtern ein Umdenken gegeben. Die Nachfrage aus dem Ausland nach Welpen von auf HD - geröntgen Eltern ist größer geworden und hat sicher einen Teil dazu beigetragen. Für einen Liebhaber, der die Cane Corso - Szene in Italien nicht kennt, ist es aber sehr schwierig, einen guten und gesunden Cane Corso zu erwerben. Die internationale Verbreitung der Rasse begann Anfang bis Mitte der 90-er Jahre, wobei die ersten Hunde nach Amerika, in den ehemaligen Ostblock und später nach Westeuropa kamen. In der Zwischenzeit hat sich der Cane Corso über den gesamten Erdball verbreitet, von China bis Australien ist er anzutreffen. In den europäischen Ländern außerhalb Italiens, war die Zuchtbasis bisher klein und man züchtete größtenteils mit Importhunden. Das hat sich in einigen Ländern in den letzten Jahren geändert. Frankreich, Holland, Belgien, Ungarn und die Tschechei sind Länder mit einem Cane Corso – Club. In Deutschland gibt es nur wenige Cane Corso, die dem gegenwärtigen Rassestandard entsprechen und erstklassige Rassevertreter sind. VDH / FCI gezüchtete Cane Corso sind noch sehr rar. So wie es bei vielen Rassen ist, ist es auch beim Cane Corso – es gibt solche und solche Zuchten. Bei einigen sind die Pedigree eben nur das Papier wert und wenn der Welpe erwachsen wird, erschrickt man, dass er eigentlich gar nicht wie ein Cane Corso aussieht.

Was aber ist der Cane Corso für ein Hund? Im Süden Italiens hütet er oft noch Rinder und Schafe, er wird aber auch als Schutz- und Wachhund sowie als Polizeihund eingesetzt. Das ist aber eher die Ausnahme, denn die meisten Cane Corso sind Begleithunde und erfreuen seinen Besitzer. Die imposante Erscheinung, sein angenehmes Wesen und seine Kinderfreundlichkeit hat den familienbezogenen Hund in Italien viele Liebhaber finden lassen.

Fremden gegenüber verhält er sich zurückhaltend, nicht aggressiv und besitzt eine hohe Reizschwelle. Mit fremden Hunden hat er kaum Probleme, wenn er als Welpe den Umgang mit anderen Hunden gelernt hat. Auf die Prägung und Sozialisierung des CC, ist wie bei allen großen Hunderassen in den ersten Wochen und Monaten besonders Wert zu legen. Kontakt mit vielen Menschen, Spaziergänge in der Stadt, Autos, Lärm und vieles mehr, sind für den Welpen wichtige Erfahrungen.Verpasst man das, hat man später einen unsicheren oder gar ängstlichen Hund.

Der Cane Corso ist ein intelligenter und bewegungsfreudiger Hund, der oft in seinem Bewegungsdrang gebremst werden muss. Besonders beim Spielen kann man sein Temperament erleben. Das Zentrum einer Großstadt ist für ihn ebenso ungeeignet wie die Haltung in einer kleinen Wohnung. Der Familienanschluss sowie die Tuchfühlung mit seinem Rudel sind für seine Ausgeglichenheit unentbehrlich. Er bedarf einer konsequenten Erziehung, die aber auf keinen Fall mit harter Hand erfolgen darf. Bei Hektik und Geschrei schaltet er auf Durchgang, bei falscher Behandlung reagiert er sehr sensibel. Deshalb darf man auch nicht den Fehler machen und ihn mit einem Rottweiler oder Schäferhund vergleichen.Was die Gesundheit betrifft, kann der Rasse eine gewisse Robustheit bescheinigt werden. Sie hat keine lose Haut, festes Bindegewebe und kaum Hängelefzen. Trotzdem ist sie nicht frei von gesundheitlichen Risiken. Gelenke, Augenlider und Nickhautdrüse machen ihr mitunter genauso zu schaffen wie anderen Molosserrassen.

Der Cane Corso besitzt einen ausgeprägten Reviertrieb, ist aber kein Kläffer. Obwohl er kurzhaarig ist, ist er durch seine Unterwolle gut gegen Kälte und nasses Wetter geschützt. An das Futter und die Unterbringung stellt er keine besonderen Ansprüche. Gutes Trockenfutter, geschmacksverbessert mit etwas Dosenfutter, Fleisch, Obst oder Gemüse ist ausreichend. Dank der nicht zu großen Lefzen, ist Sabbern für die meisten CC kein Thema. Am wohlsten fühlt sich der CC in der Wohnung oder auf dem Grundstück, aber auch ein kurzer Aufenthalt im Zwinger schadet ihm nicht. Bei guten Bedingungen kann er durchaus 10 – 12 Jahre alt werden. Als Familienhund ist der Cane Corso sehr angenehm, sein anschmiegsames und freundliches Wesen sind ausschlaggebend für seine wachsende Beliebtheit.

Literaturhinweis:

Kampfhunde.... wie sie wirklich sind ! - von Dr. Dieter Fleig (ISBN 3-933228-042)

Alles über Molosser und die Kampfhundelüge - von Roswita Hirsch - Reiter (ISBN 3-901558-05-5)

In Italien wurden in den vergangenen Jahren mehrere CC – Bücher verlegt. Leider sind sie im Buchhandel nur in italienischer Sprache erhältlich.

 
  Copyright © by Frido Habich - powered by Computerworld Lommatzsch.  - Impressum